Gesundheit

Partnerschaftsverein Villa El Salvador-Tübingen e.V.
 
Kindern Hoffnung schenken
 
Ruth Vanessa ist ein fröhliches Kind, das gern lacht und tanzt. Sieben Jahre ist sie alt und geht gerne in die Schule. Das war nicht immer so. Denn Ruth Vanessa gehört zu jenen Kindern, die plötzlich Leukämie bekamen. In dem Andendorf  Perus, aus dem sie stammt, war dieses Krankheitsbild gleichzusetzen mit dem sicheren vorzeitigen Tod. Eine Behandlungsmöglichkeit gab es für diese Kinder dort nicht. Zumindest bis vor kurzem. Denn zu den Besuchern, die nach Cuzco kamen, gehörte vor längerer Zeit Prof. Dr. Karl Welte, ein weltweit anerkannter Spezialist für Leukämie von Kindern an der Medizinischen Hochschule Hannover.
„Warum sollen arme Campesino-Kinder der Anden-Region Cuzcos nicht dasselbe Recht auf Behandlung haben wie die Kinder in Deutschland? Dafür, wo ein Kind geboren wird, kann es nichts“. Diese Frage trieb ihn um und er organisierte den Aufbau einer Leukämiestation im Lorena-Krankenhaus in Cuzco.
Das Krankenhaus Antonio Lorena ist bekannt als Krankenhaus der Armen. Dorthin kommen hauptsächlich Bauern und Bäuerinnen der Region Cuzco, viele von entfernten Orten.
Diese Frage nach der Gerechtigkeit verband  Karl Welte  mit Walter Schwenninger, Mitbegründer und erster Vorsitzender  des Partnerschaftsvereins Villa El Salvador-Tübingen e.V. Es war die Motivation, die Station zur Behandlung von Kindern, die an Leukämie erkrankt sind, im Lorena-Krankenhaus zu unterstützen. Hierbei kann auch die Bewusstseinsbildungsarbeit des Partnerschaftsvereins über die Situation in Peru helfen. Das Projekt ist von vielen Freunden und Mitstreitern von Walter Schwenninger, der selbst an Leukämie erkrankt war und der sich unentwegt für Gerechtigkeit eingesetzt hat, unterstützt worden. Hier geht es um die Chancengleichheit  von armen Campesino-Kindern,  deren Menschenrecht auf Gesundheit nicht erfüllt wird.
Ruth Vanessa hat inzwischen das Krankenhaus verlassen. Sie ist in ihr Dorf, sechs Stunden von Cuzco entfernt, zurückgekehrt. Ein Erfolgsbeispiel, das vielen Eltern in der Anden-Region Hoffnung schenkt.
 
Für das Projekt kann weiterhin gespendet werden auf das Spendenkonto von MISEREOR Nr. 101010 bei der Pax-Bank Aachen (BLZ 37060193) mit dem Vermerk: Leukämiestation Cuzco
 
 
Tübingen, 24. September 2011