Rüstung und Hunger

 

Ungeachtet der bedenkenlosen Waffenlieferungen aus Deutschland in den Zeiten schlimmster Menschenrechtsverletzungen und  23.969 namentlich registrierten Toten und Verschwundenen, die Gesamtzahl wird auf fast 70.000 geschätzt, während der inneren, gewalttätigen Auseinandersetzungen in den 80er Jahren in Peru, ist dieses Land immer noch oder wieder trotz labiler Menschenrechtslage und zahlreicher sozialer Konflikte, Ziel für den Export deutscher und europäischer Rüstungsgüter.

G-3 Gewehre bei der Militärparade auf dem Hauptplatz von Ayacucho 7. Juli, 1985

Walter Schwenninger, der im Juli 1985 als Mitglied einer Internationalen Menschenrechtskommission unter Leitung des Friedensnobelpreisträgers Adolfo Pérez Esquivel Peru bereist hat (siehe taz v. 24. 8), forderte von der Bundesregierung den sofortigen Stop aller Lieferungen von deutschen Waffen und militärischer Ausrüstung sowie die Einstellung aller militärischen Zusammenarbeit. Solange die Menschenrechte in dem Andenland durch staatliche Organe verletzt werden, sei auch eine Überprüfung deutscher Entwicklungshilfe angebracht.

 

TAZ, 27.8.85

 

PERU 2013

Waffenmesse SITDEF in Lima (Peru) Vom 15.-19. Mai fand die „Internationale Messe im Bereich Verteidigungstechnologie und Prävention von Naturkatastrophen“ (SITDEF) in Peru statt. Auf der größten südamerikanischen Messe dieser Art haben auch deutsche Firmen, wie Cassidian, Rohde & Schwarz, Oertzen Fire-Tec, Dynamit Nobel, Atlaselektronik und Thyssen Krupp Marine Systems ihre Rüstungsprodukte angeboten.

Quelle: waffenexporte.org

MBDA ist ein europäischess Rüstungskonsortium mit deutscher Beteiligung.

MBDA präsentierte auf der SITDEF in Lima Lenkflügkörper

Der Informationsdienst BICC für Sicherheit, Rüstung und Entwicklung in Empfängerländern deutscher Rüstungsexporte veröffentlicht auch für Peru aktuelle Analysen zu diesem Themenfeld. Siehe hier