Verein,Termine & Aktuelles

Auf dieser Seite informieren wir Sie über Neues aus unserem Verein, Ereignisse,

Aktionen,Termine und neue gemeinnützige Projekte.

 

13.Oktober 2013

 

Trauer in der Filmszene

Der mit den Filmen "Gregorio" und "Juliane" bekannt gewordene Cineast Stefan Kaspar ist tot.

 

 

Das nationale peruanische Kino trauert. Der Cineast Stefan Kaspar, Produzent und Direktor der Gruppe Chaski ist an diesem Morgen gestorben. Stefan Kaspar hielt sich als Teilnehmer des Festivals des alternativen und kommunitären Films in Bogotá (Kolumbien) auf.

 

Stefan Kaspar war Schweizer und kam vor mehr als 30 Jahren nach Perú " um vom Film her wegen der kulturellen Vielfalt und der Achtung hiervor zu arbeiten und das Kino als Werkzeug und Waffe zur sozialen Veränderung zu benutzen."

 

Quelle: lamula - Perú

 

 

Nani Mosquera Schwenninger schrieb uns aus Lima hierzu:

 

" Stefan Kaspar, Mitbegründer der Gruppe Chaski und Gründer des "Mikro-Kinos" (Microcine) ist gestorben. Seine Filme  "Gregorio" und "Juliane", die während unserer früheren Peru-Tage gezeigt wurden, waren für uns Referenz. In seinen Filmen hat er die andere Wirklichkeit der peruanischen Gesellschaft dargestellt. Durch die Verbindung von Kunst mit sozialem Engagement die Gesellschaft zu verändern, war seine Überzeugung.

 

Wir trauern um ihn !

 

Hauptsache billig ???

Der alltägliche Skandal in den Textilfabriken der Billiglohn-Länder


Nach den letzten Nachrichten haben heute die Rettungskräfte die Suche nach Überlebenden in der zusammengestürzten Textilfabrik in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka eingestellt. Damit wird die Zahl der Toten wahrscheinlich über 1000 liegen, nachdem 373 Opfer bereits tot geborgen wurden, und berichtet wird, dass noch Hunderte von Menschen unter den Trümmern begraben liegen, für die es keine Hoffnung mehr gibt.

Zur Zeit der Katastrophe befand sich Amirual Haque Amin, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Textilarbeiter und -arbeiterinnen, NGWF, aus Bangladesch auf Einladung der deutschen Gewerkschaft Ver.di und der Organisation TIE Global im Rahmen des gemeinsamen Projektes für Arbeiterrechte "ExChains" in Deutschland. Auf einer Konferenz dieses Projektes erinnerte Amin an die über 700 Menschen, die in den letzten Jahren bei Bränden in Fabriken seines Landes zu Tode gekommen sind. Er forderte deshalb von allen politisch Verantwortlichen Unterstützung für die Durchsetzung eines Internationalen Brandschutzabkommens ein und appellierte an die deutsche Politik, Einfluss auf die Auftraggeber der von den Brandkatastrophen betroffenen Textilfabriken für die Entschädigung der dabei Verletzten und der Hinterbliebenen zu nehmen. So weigert sich die Firma C&A noch immer, für die 115 Toten und Hunderte von Verletzten des Brandes im September des vergangenen Jahres bei der Tazreen Fashion, die für C&A produziert hat, eine angemessene Entschädigung zu zahlen.

Trotz jahrelanger Kampagnen vieler sozialer Organisationen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den zu Billiglöhnen produzierenden Weltmarktfabriken in Bangladesch, China , Indonesien, Zentralamerika und anderswo, wird in der Mehrzahl der Textilfabriken noch unter Bedingungen produziert, die nicht nur die internationalen Arbeitsnormen, sondern fundamentale Menschenrechte verletzen. Zwar haben die meisten Textilhandelsketten, nicht zuletzt unter dem Druck der Organisationen, sich zur Kontrolle und Einhaltung von Mindeststandards bei ihren Zulieferern verpflichtet, unterlaufen aber diese oft mit ihren eigenen Einkaufspraktiken. Die Handelsketten können sich auch nicht damit aus der Verantwortung stehlen, dass sie argumentieren, der Verbraucher verlange billigste Preise. Der aufgeklärte Verbraucher ist bereit, angemessene Preise für Produkte zu zahlen, die mit gerechten Löhnen und unter menschlichen Arbeitsbedingungen hergestellt werden! 

Deshalb fordern wir von den Unternehmen der in Deutschland tätigen Textilhandelsketten und der Bundesregierung mit rechtsverbindlichen Abkommen dafür zu sorgen, dass:

 

1. die Arbeiter und Arbeiterinnen in den Textilfabriken existenzsichernde Löhne erhalten

2. soziale, ökologische und arbeitsrechtliche Mindeststandards zur Anwendung kommen

3. sich die Beschäftigten gewerkschaftlich organisieren können

4. Gebäudesicherheit und Brandschutz der Betriebsstätten garantiert ist

5. die vorgenannten Bedingungen einklagbar sind und von unabhängigen Kommissionen kontrolliert  werden

 

Aktionszentrum Arme Welt e.V., Tübingen, Peru-Arbeitskreis im Weltladen Tübingen, Lange Gasse 64 , 1. Mai 2013

Umfassende Informationen zum Thema sind zu finden unter www.sauberekleidung.de der Kampagne CCC-Clean Clothing Campaign oder unter der Postanschrift der Kampagne für Saubere Kleidung, c/o VEM, Rudolfstr.135, 42285 Wuppertal, Telef.: 0202 -89004316

Sie können die Forderungen unserer Aktion unterstützen, indem Sie das nachstehende Schreiben übernehmen, wenn möglich mit weiteren Unterschriften versehen und an den Beauftragten für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe senden.

 

 

Auswärtiges Amt

z.Hd. des Beauftragten für Menschenrechtspolitik

und Humanitäre Hilfe, Herrn Markus Löning

11013 Berlin

 

 


Sehr geehrter Herr Löning,   

 

über die Umstände der jüngsten Katastrophe in einer Textilfabrik in Dhaka in Bangladesch sind wir empört und fühlen die Verpflichtung, uns erneut mit der Forderung nach menschenwürdigen, gerechten und sicheren Arbeitsbedingungen in den Weltmarktfabriken der Textilindustrie, die auch in höchstem Umfang den deutschen Markt beliefern, an die Öffentlichkeit zu wenden. Wir sehen uns hierin in Übereinstimmung mit vielen anderen Organisationen der deutschen Zivilgesellschaft und Bürgern und unterstreichen dies durch die Ihnen nachfolgend übersandte Unterschriftenliste mit der Bitte, die im beigefügten Flugblatt formulierten Forderungen zu unterstützen und Ihren Einfluss für deren Durchsetzung geltend zu machen.

 

Aktionszentrum Arme Welt e.V. Tübingen,

Peru-Arbeitskreis im Weltladen Tübingen,

Lange Gasse 64, 72070 Tübingen


 

 

Ich unterstütze die Forderungen des Aktionszentrums Arme Welt e.V. Tübingen, Peru-Arbeitskreis im Weltladen Tübingen, für menschenwürdige, gerechte und sichere Arbeitsbedingungen in den Weltmarktfabriken der Textilindustrie.